Entennt donald trump auch, dass er küken tötet?
Die Welt der US-amerikanischen Politik ist selten langweilig, aber die jüngsten Ereignisse erreichen ein neues, bizarre Niveau. Zwischen den Wahlkampfrevchen und den üblichen Beschuldigungen taucht nun ein erschreckendes Detail auf: das Lincoln Memorial Reflecting Pool, ein Ort der nationalen Kontemplation, ist zum Schauplatz eines kleinen ökologischen Desasters geworden – mit toten Küken als tragische Folge.
Ein pool voller algen und tote
Es begann mit einem ehrgeizigen, und offenbar schlecht durchdachten, Renovierungsprojekt unter der Trump-Regierung. Nun liegt der Pool vor dem Lincoln Memorial in einem bedenklichen Zustand da: grüne Algen, abblätternde Farbe und – das Schlimmste – tote Tiere. Nach der Zugabe von Gallonen Wasserstoffperoxid zur Algenbekämpfung wurde ein totes Küken entdeckt, das treibend im schimmernd grünen Wasser. Die Situation ist nicht nur ästhetisch unschön, sondern wirft auch ernsthafte Fragen nach der Verantwortung für die Umwelt auf.
Die ersten Vermutungen sprachen von einer toxischen Algenblüte. Eine Expertin der George Mason University, Rosalina Christova, erklärte jedoch, dass die identifizierte Algenart, Desmodesmus, „völlig harmlos“ sei und „keine Toxine oder Schäden für Menschen“ verursache. Doch die Sorge wächst, dass auch schädliche Cyanobakterien, sogenannte Blaualgen, ihren Weg in den Pool gefunden haben könnten. Diese Blaualgen, uralte Bewohner unseres Planeten, können in bestimmten Formen tödlich sein und gefährliche Toxine freisetzen.
Die National Library of Medicine warnt eindrücklich: Cyanobakterienblüten stellen weltweit ein großes ökologisches und gesundheitliches Problem dar. Ihre Toxine sind vielfältig und können Leber, Nerven, Zellen und Haut schädigen. Und hier kommt der Punkt: Sollten sich tatsächlich schädliche Cyanobakterien im Pool finden, sind zwei Dinge unausweichlich. Erstens wird die Regierung versuchen, die Fakten zu beschönigen. Und zweitens wird die Kosten für dieses groteske Schauspiel weiter in die Höhe getrieben – wobei auch hier wieder Lügen die Hauptrolle spielen werden.
Die Aussage des Ex-Präsidenten, die die ganze Farce ins Lächerliche zieht, ist schlichtweg unerträglich. Er spricht von „Hunden, Katzen und Haustieren, die aufgegessen werden“ – eine absurde Metapher, die aber leider die Realität widerspiegelt: Es werden Küken getötet! Und das alles im Namen einer maroden Politik und einer zynischen Ignoranz gegenüber der Natur.

Die frage ist nicht, ob.
Die Frage ist nicht, ob die Verwaltung die Verantwortung für dieses Desaster übernehmen wird. Sie wird es nicht. Die Frage ist, wie viel Schaden diese Menschen noch anrichten können, bevor sie endlich zur Rechenschaft gezogen werden. Die toten Küken im Lincoln Memorial Reflecting Pool sind ein trauriges Symbol für den Zustand der amerikanischen Politik – ein Zustand, der alles andere als lebensfreudig ist.