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Gelbe himmelsnot: kanadische waldbrände belasten die luftqualität

Mittwochmittag blickte ich aus dem Fenster und der Himmel war gelb. Ein unheimliches Gelb, das sich nicht nur über die Stadt legte, sondern in die Straßen, die Bäume und sogar den Charles River sickerte. Ein verblüffendes Bild, das die Realität der aktuellen Situation verdeutlicht: Die Waldbrände in Kanada haben weitreichende Folgen.

Die ausmaße der katastrophe

CNN berichtet von über 3.500 aktiven Bränden, die in diesem Sommer bereits mehr als 6 Millionen Acres verbrannt haben. Besonders in Ontario flammen in den letzten Wochen Dutzende Feuer gleichzeitig auf und speien riesige Rauchwolken in Richtung Süden. Auch wenn die aktuelle Situation noch nicht die Extreme des Jahres 2023 erreicht, in dem Kanada seinen schlimmsten Brandkatastrophen-Sommer verzeichnete, so droht durch die Kombination aus Waldbränden in Ontario und einem Hitzedom in den zentralen USA eine massive Belastung der Luftqualität für Millionen Menschen.

Die verheerenden Rauchschwaden haben die Luftqualität in vielen Großstädten von Chicago bis an die Atlantikküste verschlechtert. Ein Hitzedom, ein langsam wanderndes Hochdruckgebiet, hat sich über den Großteil der USA gelegt und verstärkt die Situation. Der nördliche Rand dieses Hitzedomes befindet sich nun genau über Nord-Minnesota und Süd-Ontario, wo die verheerenden Brände toben. Das bedeutet, dass der Rauch ungehindert Richtung Mittlerer Westen und Nordosten treibt – eine beunruhigende Entwicklung.

Politische reaktionen und blanker unfug

Politische reaktionen und blanker unfug

Natürlich sorgte die Situation auch in politischen Kreisen für Empörung. Senator Bernie Mareno, der in Ohio Sherrod Brown ablöste (ein Deal, der bereits für Kopfschütteln sorgte), will nun Kanada für die Brände bestrafen. Sein Gesetzesentwurf fordert, dass die Trump-Administration feststellt, ob die Brände die US-Luftqualität beeinträchtigen. Sollte dies der Fall sein, drohen Sanktionen gegen Kanada und sogar gegen hochrangige Regierungsbeamte, einschließlich des Premierministers und Verantwortlicher für Forstwirtschaft und Landmanagement. Eine groteske Idee, die zeigt, wie schnell politische Rachegefühle in solchen Krisensituationen hochkochen können.

Und dann wäre da noch der Auftritt des Präsidenten am Mittwochabend. Ein Mann, der den Eindruck erweckt, als hätte ein 200-jähriger britischer Dandy all seine Sünden auf ihn abgeladen. Er wirkt – um es deutlich zu sagen – körperlich erschöpft. Seine Äußerungen zur chinesischen Einflussnahme waren ebenso beunruhigend wie inkohärent. „Der chinesische Staat hat sich darauf konzentriert, das Vertrauen in die heimische Politik zu untergraben. Sie wollten, dass man denkt, der Präsident sei nicht so gut, obwohl er hervorragende Arbeit geleistet hat.“ Wer hat die Regierung im Jahr 2020 geführt, als all diese Machenschaften stattfanden? Wer hat diese manifesten Inkompetenten eingesetzt? Es ist schlichtweg erschreckend.

Ein blick zurück und ein ausblick

Ein blick zurück und ein ausblick

Bevor ich mich der nächsten Woche widme, möchte ich noch auf einige bemerkenswerte Entdeckungen eingehen. Archäologen haben in der Dakhla-Oase Ägyptens eine antike Stadt aus byzantinischer Zeit freigelegt. Und Wissenschaftler haben einen Dinosaurierschädel mit einem T-Rex-Zahn gefunden – ein dramatisches Zeugnis eines Raubtier-Beutetiervorfalls. Beeindruckende Funde, die uns daran erinnern, wie reich unsere Geschichte ist.

Und schließlich noch ein Wort an Markwayne Mullin, den neuen Direktor für Heimatschutz, der seinen Namen offenbar von einem Prellschlag erhielt. Seine Ankündigung, er sei im Wesentlichen der „Meister aller Wahlen“, und die Drohung, Wahlarbeiter in den Abtrünner-Teil zu werfen, wenn sie seinen Anweisungen nicht folgen, sind schlichtweg absurd. Er scheint zu glauben, dass das Wahlkollegium ihm übernatürliche Kräfte verliehen hat. Solche Einmischungen in den demokratischen Prozess müssen mit aller Härte unterbunden werden. Es ist Zeit, dass die Richter diesen Leuten einsehen, dass die Staaten die Wahlen abhalten – nicht irgendwelche selbsternannten „Meister.“

Lasst uns hoffen, dass die Rauchwolken bald abziehen und die politische Lage sich beruhigt. Bleiben Sie wachsam, bleiben Sie kritisch und achten Sie aufeinander.