Venus Williams kehrt nach Wimbledon zurück: Ein historischer Moment und neue Liebe im Spiel
Wimbledon ruft, und mit ihm eine Legende zurück: Venus Williams. Die Tennisikone, die bald 44 Jahre alt wird, plant ihr Comeback bei den diesjährigen Damen-Doppelwettbewerben, Seite an Seite mit ihrer Schwester Serena – ein Moment, der für beide Spielerinnen eine besondere Bedeutung hat.
Ein historischer Sieg und die Gleichstellung des Preises
Williams blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die von zahlreichen Triumphen auf dem Centre Court geprägt ist. Während die Auswahl eines Lieblingserlebnisses schwerfällt, erinnert sie sich besonders gerne an das Jahr 2007. „Ich habe einen Großteil meiner Karriere für gleiche Preisgelder für Damen und Herren gekämpft. Nach meinem Einzeltitelgewinn in diesem Jahr war ich die erste Frau, die das gleiche Preisgeld wie ihre männlichen Kollegen erhielt“, erklärt Williams. Dieser Moment, so fügt sie hinzu, sei ihr ein besonderes Anliegen und werde sie immer begleiten. Ein weiteres prägendes Erlebnis war ihre Begegnung mit der verstorbenen Queen Elizabeth II. während eines Wimbledon-Turniers.

Eine neue Liebe und ein verändertes Trainingsprogramm
Das Leben von Venus Williams hat sich seit ihrem letzten gemeinsamen Triumph mit Serena bei den All England Championships deutlich verändert. Im vergangenen Jahr heiratete sie Andrea Preti, den sie bei einer Gucci-Show in Mailand kennenlernte. Die Hochzeit in Palm Beach, bei der sie ein atemberaubendes Spitzenkleid von Georges Hobeika trug, bezeichnete sie als „den glücklichsten, schönsten, süßesten Tag“ ihres Lebens. Ihr Ehemann wird sie von den Zuschauerrängen anfeuern.
Auch ihr Trainingsprogramm hat sich im Laufe der Jahre angepasst. „Ich gebe noch härter trainiert!“, versichert Williams. Statt Ausdauerläufen konzentriert sie sich nun auf Ellipsistrainer, Fahrradfahren und leichte Plyometrie, um ihre Knie zu schonen. Ihre Leidenschaft für Mode bleibt ungebrochen. Williams, die 2007 einen Abschluss in Modedesign erwarb und ihre eigene Modelinie EleVen betreibt, legt großen Wert auf ihren persönlichen Stil und die Wahl ihrer Spielkleidung. „Es geht um Ausdruck und darum, sich in dem, was man trägt, gut zu fühlen“, sagt sie. „Wie ich mich auf dem Platz fühle, hängt direkt davon ab, wie ich mich kleide.“

Mode, Design und ein Blick in die Zukunft
Von Dior bis Givenchy – Venus Williams hat einen ausgeprägten Sinn für Mode. Sie lobt Jonathan Andersons Arbeit bei Dior und hat kürzlich einige Bleistiftröcke von Givenchy erworben. Auch ein Paar Loewe-Pumps steht auf ihrer Wunschliste. Vorbei sind die Zeiten, in denen Naomi Osaka mit Schmuckbesetzten Kleidern aufschlug oder Coco Gauff mit New Balance und Miu Miu zusammenarbeitete. Venus Williams war eine Pionierin, die schon früh Modegrenzen überschritt und gleichzeitig sportliche Rekorde brach. Ihre farbenfrohen Zöpfe, die sie oft auf ihre farblich abgestimmten Kleider mit avantgardistischen Schnitten abstimmte, wurden zu ihrem Markenzeichen.
Wenn sie sich vorstellen könnte, ihrer jüngeren selbst von 2016 zu sagen, dass sie 2026 wieder auf Wimbledon antreten wird, würde sie hören: „Du hast es immer noch drauf!“