Herrenmode ss27: rider krempft celine aus, prada überrascht mit skinny jeans!
Die Modewelt hat gerade
die Kollektionen für den Frühling und Sommer 2027 präsentiert – und es war ein wilder Ritt. Von Ralph Laurens amerikanischer Eklektik bis hin zum überraschenden Comeback der Skinny Jeans bei Prada, die Herrenmode-Saison war voller Überraschungen und neuer Trends. Doch eines ist klar: Michael Rider hat mit seiner Arbeit für Celine einen neuen Standard gesetzt.
Der triumph von celine unter michael rider
Die Shows in Europa waren beeindruckend, aber die Diskussion drehte sich vor allem um Celine. Luke Leitch, unser Modekritiker (direkt vom Jacquemus-Show in Korsika zurückgekehrt), beschrieb es als eine Mischung aus Formalität, Informalität, Zeremonie und deren Fehlen – verbunden mit einem spielerischen Umgang mit Accessoires und einem unaufhaltsamen „Alles-überall-auf-einmal“-Gefühl. Das ist, wie Leitch feststellte, der Geist der Zeit. Es war eine Show, die nicht nur Kleidung zeigte, sondern eine ganze Haltung verkörperte.
Ralph Lauren lieferte eine bemerkenswerte Fortsetzung seiner geliebten Show der letzten Saison – die mit Abstand meistgesehene der Herbst/Winter 2026 Saison. Die Qualität sowohl der High-End-„Purple“-Kollektion als auch der zugänglicheren „Polo“-Linie beeindruckte Leitch nachhaltig. Aber die eigentliche Überraschung war zweifellos Pradas Entscheidung, Skinny Jeans zurückzubringen – ein Schritt, der angesichts der notorischen Denim-Abneigung von Raf Simons und Miuccia Prada umso unerwarteter kommt.
Und dann wären da noch die Schuhe. Saint Laurent präsentierte transparente Modelle, die Leitch mit einem Augenzwinkern als möglichen Hinweis auf eine gewisse „Fußfetischismus“-Neigung deutete. Louis Vuitton begeisterte mit einer wogenden Präsentation, die für Gesprächsstoff sorgte. Aber das waren nur Details im Vergleich zum Gesamteindruck, der durch die vielfältigen Trends geprägt war: fließende Anzüge (Armani, Soshiotsuki), zerquetschte Schuhe (Celine, Auralee), verträumte, sorbetfarbene Töne (Dries Van Noten, Saint Laurent) und gewagte Experimente (Rick Owens, Junya Watanabe).
Die Diskussionen in der neuesten Episode von „The Run-Through“ mit Nicole Phelps, der globalen Direktorin von Vogue Runway, und Max Berlinger, dem Senior Fashion News Editor, verdeutlichten, dass die Herrenmode-Saison SS27 nicht nur eine Präsentation von Kleidung war, sondern ein Spiegelbild der sich ständig wandelnden kulturellen und gesellschaftlichen Strömungen. Es war eine Saison, die Mut, Kreativität und eine gewisse spielerische Nonkonformität feierte.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Aufmerksamkeitsspanne der Modebranche ist kürzer denn je, die Erwartungen höher und der Druck, etwas Neues und Aufregendes zu präsentieren, immens. Michael Rider hat diesen Druck in eine triumphale Kollektion für Celine verwandelt, die nicht nur die aktuellen Trends widerspiegelt, sondern auch einen neuen Weg für die Herrenmode weist. Die Zukunft der Herrenmode ist eklektisch, spielerisch und unberechenbar – und das ist auch gut so.