Krebsrisiko sinkt: hpv-impfung schützt fast vollständig!

Ein Hoffnungsschimmer für Millionen Frauen: Eine neue Studie aus England zeigt, dass der HPV-Impfstoff fast vollständig vor dem tödlichen Ausgang von Gebärmutterhalskrebs bewahren kann. Die Ergebnisse sind so überzeugend, dass sie die Pläne der NHS zur Ausrottung der Krankheit bis 2040 deutlich beflügeln.

Keine todesfälle mehr im jungen erwachsenenalter

Keine todesfälle mehr im jungen erwachsenenalter

Die Forscher der Queen Mary University of London analysierten die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs-Toten in England seit der Einführung der HPV-Impfung für Mädchen in Schulen im Jahr 2008. Das Ergebnis ist schlichtweg atemberaubend: Zwischen 2020 und 2024 wurden in der Altersgruppe der 20 bis 24-jährigen Frauen keine Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs registriert – ein Novum über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ohne die Impfung wären laut Schätzungen etwa 23 Todesfälle zu erwarten gewesen. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate ist damit nahezu perfekt.

Professor Peter Sasieni, der die Studie leitete, bezeichnete die Ergebnisse als „bemerkenswert“. Er fügt hinzu: „Es ist kaum zu fassen, dass ein einziger Impfstoff eine bestimmte Krebsart fast vollständig auslöschen kann.“ Die HPV-Viren, die für diese Entwicklung verantwortlich sind, sind weit verbreitet. Die meisten Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens damit, wobei der Körper die Infektion in der Regel selbstständig überwindet. In einigen Fällen können jedoch bestimmte HPV-Typen zu Zellveränderungen führen, die bei Nichtbehandlung zu Gebärmutterhalskrebs werden können. Daher sind regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen so wichtig.

Aber es gibt noch Luft nach oben. Obwohl die Impfung eine enorme Wirkung zeigt, liegen die Impfquoten in England immer noch unter dem empfohlenen Niveau. Cancer Research UK, der die Studie finanziert hat, wertet die Ergebnisse als einen „unglaublichen Meilenstein“ und fordert gleichzeitig eine verstärkte Anstrengung, um mehr Frauen zur Impfung zu bewegen. Parallel dazu werden Anstrengungen unternommen, um die Krebsvorsorge zu verbessern, beispielsweise durch die Einführung von Selbsttests auf HPV, die Frauen zu Hause durchführen können.

Die Wissenschaftler betonen, dass trotz der Wirksamkeit der Impfung weiterhin die Teilnahme an regulären Krebsfrüherkennungsuntersuchungen entscheidend ist, um potenziell gefährliche HPV-Infektionen frühzeitig zu erkennen. Die Kombination aus Impfung und Screening bildet die beste Strategie, um Gebärmutterhalskrebs effektiv zu bekämpfen und die Lebensqualität von Frauen nachhaltig zu verbessern. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die HPV-Impfung ist ein echter Gamechanger im Kampf gegen diese heimtückische Krankheit.