Hayley kiyoko bricht barrieren: ein film, der endlich die liebe zwischen zwei schwarzen queeren frauen zeigt

Der Pride Month hat einen überraschenden, aber äußerst wichtigen Höhepunkt erreicht: Hayley Kiyoko, die Musikerin und Autorin, hat mit „Girls Like Girls“ ihr Regiedebüt gegeben – ein Film, der eine Lücke im queeren Kino füllt, von der viele nicht einmal wussten, dass sie existiert. Es ist mehr als nur ein Film; es ist ein Spiegelbild für eine Gemeinschaft, die lange Zeit unsichtbar war.

Eine geschichte, die es so noch nie gab: coley und sonya

Eine geschichte, die es so noch nie gab: coley und sonya

„Girls Like Girls“ erzählt die Geschichte von Coley, einer schüchternen Schülerin, die nach dem Tod ihrer Mutter in eine kleine Stadt in Oregon zieht. Dort trifft sie auf Sonya, die beliebte Tanzteam-Starin und Queen Bee der Schule, und eine zarte, langsame Romanze entfaltet sich – ein Film, der die Schönheit der ländlichen Oregon-Landschaft ebenso feiert wie die sich entwickelnde Liebe zwischen den beiden jungen Frauen. Kiyoko hat mit diesem Film nicht nur ein Liebesdrama geschaffen, sondern auch ein Statement abgegeben.

Im Gespräch mit Vogue offenbarte Kiyoko, wie wichtig es ihr war, diese Geschichte zu erzählen. „Es war so, so cool, den Film auf der großen Leinwand zu sehen. Ich hatte das Gefühl, endlich nach Hause zu kommen. Ich habe gemerkt, dass ich schon mein ganzes Leben lang Regisseurin war, Geschichten erzählt und Welten erschaffen. Es war ein harter Weg, aber so lohnend, weil Repräsentation so wichtig ist.“

Die Suche nach Authentizität: Viertausend Auditions

Die Besetzung war ein entscheidender Faktor. Aus über 4.000 Auditions wurden Myra Molloy (Sonya) und Maya Da Costa (Coley) ausgewählt. Kiyoko beschreibt, wie sie bei Mayas erstem Auditionsvideo sofort wusste, dass sie die richtige für die Rolle war. „Da war etwas so Faszinierendes an ihr. Ich hätte sie gerne 90 Minuten lang beobachtet.“ Die Chemie zwischen den beiden Schauspielerinnen ist spürbar und trägt maßgeblich zur Authentizität des Films bei. „Sie haben sich gegenseitig so wunderbar unterstützt“, so Kiyoko.

Kiyoko betonte die Bedeutung der Repräsentation für junge queere Menschen. „Wenn ich als Kind einen Film wie diesen gesehen hätte, mit einer Schauspielerin, die wie ich aussieht und sich wie ich fühlt, hätte das mein Leben verändert. Es hätte meine Beziehung zu mir selbst, meiner Identität und meiner Selbstliebe grundlegend verändert.“

Die Inspiration für den Film kam aus Kiyokos eigenen Erfahrungen und dem Wunsch, eine Lücke im queeren Kino zu füllen. „Ich konnte einfach keinen Film finden, der meine Erfahrung widerspiegelte“, erklärt sie. Sie ließ sich von Filmen wie „Place Beyond the Pines“ und „Carol“ inspirieren, die ihr die Möglichkeit gaben, eine authentische und hoffnungsvolle Geschichte zu erzählen.

Mehr als nur ein Film: Ein Versprechen für die Zukunft

„Girls Like Girls“ ist nicht nur ein Film, sondern ein Meilenstein für queere Repräsentation im Kino. Hayley Kiyoko hat mit ihrem Regiedebüt bewiesen, dass es möglich ist, Geschichten zu erzählen, die lange Zeit unsichtbar waren. Sie hat nicht nur einen Film geschaffen, der Herzen berührt, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft: eine Zukunft, in der queere Menschen sich auf der Leinwand und im Leben selbst gesehen und repräsentiert fühlen. Kiyoko plant, weiterhin Regie zu führen und eigene Musik für ihre Projekte zu schreiben. Ihr Ziel ist es, hoffnungsvolle queere Inhalte zu schaffen und eine Liste von Filmen zu erstellen, die sie im Kino als super-gesehen empfindet. Und das ist ein Ziel, das es wert ist, verfolgt zu werden.