Schock in der wohltätigkeitswelt: schwester packt aus – was wirklich hinter 'believe in magic' steckt

Ein Name, der einst für Hoffnung und Magie stand, ist nun von dunklen Schatten überzogen: 'Believe in Magic'. Die gemeinnützige Organisation, die von der jungen Megan Bhari und ihrer Mutter Jean O'Brien gegründet wurde, erregte jahrelang Aufmerksamkeit – nicht nur wegen der Spenden, sondern auch wegen der Geschichte von Megans angeblicher, lebensbedrohlicher Hirntumor. Doch nun enthüllt Megans Halbschwester Nina in einem ersten Zeitungsinterview Details, die das Fundament dieser Geschichte in Frage stellen.

Die enthüllungen von nina: eine kindheit voller zweifel

Nina, die ältere Halbschwester von Megan, wuchs mit Jean O'Brien und deren anderen Kindern auf. Sie erinnert sich an Megan als ein „entzückendes Kind mit den dicksten Backen“, doch im Laufe der Jahre wuchsen ihre Zweifel an den Erzählungen über Megans Gesundheit. Sie beobachtete, wie ihre Mutter, Jean, detaillierte Beschreibungen von Megans angeblichen Leiden gab, die Nina selbst nie beobachten konnte. Nina beschreibt theatralische Auftritte, wie Megan vor ihr „ohnmächtig“ wurde, nur um sich anschließend aufzurappeln, wenn sie keine Reaktion von Nina erhielt. „Ich war frustriert, weil ich das Gefühl hatte, es basiere alles auf einer Lüge“, so Nina gegenüber The Times.

Die Situation wurde noch komplexer, als Nina über die Dynamik zwischen Megan und Jean sprach. Sie beschreibt Jean als eine Person, die Megan infantilisiere und einen starken Einfluss auf ihr Leben ausübte. Megan schien für ihr Alter ungewöhnlich jung geblieben, liebte Disney und sprach oft in einer kindlichen Stimme. „Ich glaube, Meg brauchte jemanden, der für sie spricht“, sagt Nina. „Meg hatte nicht wirklich eine Stimme. Sie kann nicht für sich selbst sprechen.“

Die dunklen seiten der wohltätigkeitsorganisation und die folgen

Die dunklen seiten der wohltätigkeitsorganisation und die folgen

Die Enthüllungen von Nina werfen ein düsteres Licht auf die Aktivitäten von 'Believe in Magic'. Nachdem die Organisation 2012 gegründet wurde, sammelte sie Hunderttausende von Pfund ein und zog die Aufmerksamkeit von Prominenten an, darunter auch Louis Tomlinson von One Direction. Doch 2017 erstarrte die Spendenbereitschaft, als die Charity Commission die Konten der Organisation einfrieren ließ, nachdem über 100.000 Pfund an Spenden nicht nachvollziehbar waren und Gelder auf Jeans privates Konto überwiesen wurden. 'Believe in Magic' wurde schließlich 2020 aufgelöst.

Der Fall nahm eine tragische Wendung, als Megan 2018 im Alter von 23 Jahren verstarb. Die Obduktion ergab, dass sie nicht an einem Hirntumor litt, sondern an einer akuten Herzrhythmusstörung im Zusammenhang mit einer Fettlebererkrankung. Ihr Gehirn wurde als „morphologisch normal“ beschrieben.

Weitere vorwürfe gegen jean o

Weitere vorwürfe gegen jean o'brien

Nina ist nicht die Einzige, die Zweifel an Jeans Verhalten geäußert hat. Zwei weitere von Jeans Töchtern, die anonym bleiben wollten, berichteten in einem früheren BBC-Interview von Vorfällen in ihrer Kindheit, bei denen ihre Mutter absichtlich hoch gestapelte Blechdosen auf den Esstisch fallen ließ. Eine der Schwestern vermutet, dass Jean die Aufmerksamkeit und das Drama genoss, die solche „Unfälle“ mit sich brachten. Eine weitere Schwester berichtete von einer Nierenerkrankung, die sie als Kind hatte und für die Jean ihr regelmäßig salzhaltige Bovril-Getränke gab, obwohl eine hohe Salzzufuhr bei Nierenproblemen kontraindiziert ist. Ob dies eine bewusste Handlung war, bleibt ungewiss. Jean O'Brien hat alle Vorwürfe stets bestritten und bezeichnete die Anschuldigungen als „absolut widerlich“.

Nina hat sich entschieden, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, trat aber in der BBC-Dokumentation 'The Mother of All Cons' auf. Der Fall 'Believe in Magic' zeigt auf erschreckende Weise, wie fragil das Vertrauen in Wohltätigkeitsorganisationen sein kann und wirft ernste Fragen nach der Verantwortung von Eltern und der Notwendigkeit, Kinder vor möglichen Formen von Missbrauch zu schützen.